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lizzie Offline

Lektorin


Beiträge: 2.007

10.06.2008 12:56
Warum Liebesfilme und Romane ? antworten


Reine historische Liebesromane - also Romane, in denen eine fiktive Geschichte in einer vergangenen Zeit spielt und es keinen Bezug auf reale Ereignisse und /oder Personen gibt - finden immer mehr Anhänger. Was macht den Reiz dieser Literatur aus? Warum bekennt man sich eher dazu, einen historischen Liebesroman als einen zeitgenössischen Liebesroman zu lesen?

Ich erlaube mir an dieser Stelle die Worte der Autorin Marte Cormann - Vorsitzende von DeLiA (Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-Autoren und -Autorinnen - zu zitieren:
"In einer Welt, die unübersichtlicher geworden und in der stabile Familien und Freundschaften oftmals fehlen, wächst unsere Sehnsucht nach der großen, einzigen Liebe, die uns Halt gibt."

Vorgegaukelt durch die Medien müssen wir in der heutigen Zeit nicht nur jung, gertenschlank und wunderschön, sondern dazu noch erfolgreich und natürlich cool sein. In einer solchen Welt ist kein Platz für romantische Gefühle und Äußerungen. Der Umgang mit dem anderen Geschlecht hat auf einer kühlen, überlegenen Ebene zu erfolgen. Das "Zurschaustellen" von Gefühlen ist verpönt. Sehen wir uns doch einmal eine Begegnung zwischen einem Mann und einer Frau in einer Bar an, wie sie in der heutigen Zeit ablaufen könnte:

Sie sitzt an der Theke, vor sich ein exotischer Cocktail. Er betritt die Szene, sieht sie dort sitzen und denkt sofort, dass die tolle Brüste hat. Auch ihr gepiercter Bauchnabel, den er über dem Bund ihrer knappen Jeans sehen kann, weckt ihn ihm Gefühle, die Gegend unterhalb zu erkunden. Er schlendert lässig an ihre Seite und klopft ihr cool auf die Schulter.
"Hallo, ich bin der Tom und finde dich obercool. Hast du Lust, meine DVD-Sammlung anzusehen?"
Sie schenkt ihm einen kühlen Blick und lässt ihn wahrscheinlich auf Grund einer solchen plumpen Anmache abblitzen.

Eine vielleicht sehr direkte Anmache, aber nicht unüblich. Setzten wir diese Szene doch mal 150 Jahre zurück:

Die Damen befinden sich bei einem Kaffeekränzchen, wobei sie Handarbeiten für den Kirchenbasar anfertigen. Der Sohn der Gastgeberin betritt den Raum und sein Blick fällt sofort auf die neue, junge Nachbarin. Er ist von ihrer eleganten Erscheinung, ihrer schön geschwungenen Nase und der blonden Fülle ihres Haares sehr angetan.
"Verehrtes gnädiges Fräulein, es ist mir eine Ehre, Sie kennen lernen zu dürfen."
Errötend senkt sie die Augen, denn in seinem Blick erkennt sie eine Bewunderung, die sie verlegen macht.
"Ich bin Ihrer Frau Mutter für die Einladung sehr dankbar", erwidert sie schüchtern.
Er nimmt in gebührlichem Abstand neben ihr Platz.
"Darf ich darauf hoffen, dass Ihre Schönheit nun häufiger die Räume unseres Hauses schmücken wird?"

Welche Frau wünscht sich nicht, in einer solchen Art und Weise von einem attraktiven Mann bewundert zu werden?

Ich finde das trifft den Nagel auf dem Kopf oder ?
http://www.federkiel2000.de/regency.htm
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